Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Mitwirken in der Ortspolitik von Waldalgesheim und Genheim. Wir sind Bürgerinnen und Bürger aus Waldalgesheim, die aktiv unser Ortsgeschehen mitgestalten möchten. Das besondere an der FWG ist, dass diese parteilich nicht gebunden ist. Das heißt, dass wir – die FWG in Waldalgesheim und Genheim – keine Kräfte für politischen Zoff in Berlin und Machtkämpfe in Mainz verpulvern müssen. Wir sind ausschließlich in der Kommunalpolitik engagiert. Deswegen arbeiten wir sachbezogen und sind ausschließlich Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern aus Waldalgesheim und Genheim, verpflichtet.

Bürgerbeteiligung und Transparenz

Sehr wichtig ist für uns eine offene und transparente Verwaltung. Es geht nicht an, dass Pläne für die Zukunft Waldalgesheims hinter verschlossenen Türen geschmiedet werden und der Rat dann vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Leider hatte die Verwaltung schon mehrfach gegen diesen hehren Grundsatz verstoßen.
So monierten auch sämtliche Parteien in der Ratssitzung am 13. Dezember 2022 die mangelhafte Informationspolitik bezüglich des Bebauungsplanes „Waldstraße IV“. Der Gemeinderat wurde überrascht durch die Tatsache, dass das Baugebiet östlich der Oberstraße um weitere 8 Einfamilienhäuser erweitert werden sollte (hier der Lageplan). Hier fehlte im Vorfeld jegliche Information, obwohl dies sehr gut möglich gewesen wäre. Dementsprechend knapp war die Abstimmung; der Erweiterung wurde lediglich mit einer Mehrheitsstimme zugestimmt. Die FWG hat auch aus Naturschutzgründen gegen die Erweiterung des Baugebietes gestimmt.

Wir werden Sie, liebe Waldalgesheimerinnen und Waldalgesheimer, über die weitere Entwicklung dieses Baugebietes und auch des Baugebietes in Genheim „Ober dem Banzweg“ auf unserer Homepage informieren. Bitte beachten Sie auch unsere Bürgerinformation hierzu, die Sie hier nachlesen können.

Viel Diskussion brachte auch die Planung der Kreiswohnungsbaugesellschaft des Landkreises Mainz-Bingen mit sich, neben dem Schulgelände der Astrid–Lindgren–Schule zur Schaffung von bezahlbaren Wohnraum einen Baukörper mit 11 respektive 18 Wohnungen zu errichten. Im November 2022 haben deswegen die im Gemeinderat vertretenen Parteien FWG, CDU, Bündnis 90 Die Grünen sowie die FDP sich mit einer Bürgerinformation an die Bürgerinnen und Bürger von Waldalgesheim gewandt. Diese Bürgerinformation können Sie hier lesen. Parteiübergreifend besteht die Meinung, dass das beabsichtigte Gelände hierfür wegen der Nähe zur Schule und des etwaigen Baus einer Mensa völlig ungeeignet ist. Darüber hinaus musste auch hier der Gemeinderat wieder feststellen, dass im Vorfeld keine transparente und zeitnahe Information seitens der Verwaltung erfolgt.
Die FWG betont an dieser Stelle nochmals, dass sie nicht gegen die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum ist, sondern lediglich der vorgesehene Standort abgelehnt wird.

 

Wie Sie sich sicherlich erinnern können, haben wir im Sommer 2017 eine Bürgerbefragung durchgeführt, wie sich die Bürgerinnen und Bürger die Gestaltung der „Neuen Mitte Waldalgesheim“ vorstellen. Über 110 Rückmeldungen kamen zurück. 47 % der Befragten wünschen sich dort, wo jetzt die Anwesen Wemareck/Schütz stehen, einen Park, 29 bzw. 28 % einen Parkplatz oder Wohn-und Geschäftshäuser. 44 % sind dafür, dass das alte Rathaus erhalten bleibt, 50 % sind für einen Abriss. Wird das alte Rathaus abgerissen, so wünschen sich 42 % dort eine Grünfläche mit Bänken etc., 29 % einen Parkplatz. Bleibt das alte Rathaus stehen, so möchten 43 % hier ein Heimatmuseum haben, 36 % einen Jugendtreff, 35 % eine Tagungsmöglichkeit für Vereine und 30 % eine Begegnungsstätte. Bei den vielen persönlichen Anmerkungen kam öfters der Wunsch, wieder eine Eisdiele in der „Neuen Mitte Waldalgesheim“ zu haben, hoch. Die unbefriedigende Parkplatzsituation wurde angesprochen, aber auch der Wunsch nach mehr Grün in der Ortsmitte mit Brunnen, Bänken, Spielmöglichkeiten wurde mehrfach genannt.
Leider gibt es bezüglich der Neugestaltung der “Neuen Mitte Waldalgesheim” nicht viel Neues zu berichten. Dies ist auch für das Erscheinungsbild des Ortes sehr bedauerlich. Unsere Ortsmitte hätte es wirklich verdient, im Sinne der Bürger von Waldalgesheim neu gestaltet zu werden. Das alte Rathaus sowie das Anwesen Wemarck verfallen zusehends.

Förderung des gelebten Miteinanders für Jung und Alt

Gebäude an der katholischen Kirche
Die Gebäude, in denen sich der katholische Kindergarten befindet, sowie das Pfarrheim sind zwischenzeitlich von der Ortsgemeinde angekauft worden. Hier besteht ein erheblicher Renovierungsbedarf. Die FWG ist der Auffassung, dass eine Überplanung des gesamten Geländes mit den anderen, bestehenden Gebäuden Sinn macht.

Bewegungsraum
In der Nähe des Sportplatzes wurden Duschen und Umkleideräume und ein Bewegungsraum gebaut. Ursprünglich ging der Rat von einem Kostenfaktor von 600.000 € aus. Nunmehr sind die Gesamtkosten auf über 1 Million € gestiegen. Die Einweihung erfolgte am 28.01.2020.
Die FWG betrachtet den Neubau als zu teures Stückwerk. Wir vermissen ein Gesamtkonzept, das den geplanten Neubau, aber auch die Zukunft der vorhandenen alten Räumlichkeiten berücksichtigt. Nach wie vor besteht keine konkrete Planung, was mit den alten sanitären Anlagen etc passieren soll. Wir fürchten, dass Umkleidekabinen und Bewegungsraum am Bedarf vorbei realisiert wurden.

Kunstrasenplatz
Der Kunstrasenplatz kostet die Gemeinde bisher über 1 Million €. Dies ist eine stolze Summe. Die Spieler sind enttäuscht, dass der Kunstrasenplatz bei Schnee, gefrierendem Regen, Raureif und Eis nicht bespielbar ist. Dies wurde im Vorfeld so nicht kommuniziert.

Sozialer Wohnungsbau
Im September 2018 beschloss der Gemeinderat, das alte evangelische Pfarrheim in der Neustraße umzubauen und im Hof des Anwesens in Richtung Keltenhalle einen Neubau „Gartenhaus“ zu errichten. Auch wenn die FWG grundsätzlich die Schaffung bezahlbaren Wohnraums begrüßt, haben wir doch erhebliche ästhetische Bedenken ob des Neubaus und der Parkplatzsituation vor Ort. Im ehemaligen evangelischen Pfarrheim nisten Falken, die zu schützen sind. Die FWG machte sich stark dafür, dass in Waldalgesheim weitere Neubauwohnungen zu bezahlbaren Mieten entstehen.

Pumptrack
Die FWG hat beantragt, dass im Haushalt 2022 Planungskosten für eine Pumptrack im Familienpark eingestellt werden sollen. Dies ist eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke. Leider wurde dieses Projekt seitens der Verwaltung im vergangenen Jahr nicht angegangen.

 

Straßenausbaubeiträge

Ab dem Jahr 2024 sollen die bisherigen Einmalbeiträge für den Straßenausbau durch sogenannte „wiederkehrende Beiträge“ ersetzt werden. Hierdurch tritt an Stelle der oftmals sehr hohen „einmaligen Beiträge“ für den Ausbau der Straße, in der die betroffenen Anwohner leben, ein sogenannter jährlich „Wiederkehrender Beitrag“, den die Bürger für den Ausbau aller Straßen im jeweiligen Abrechnungsgebiet (Waldalgesheim, Genheim oder Wochenendgebiet) zahlen müssen. Diese Beitragspflicht entfällt nur dann, wenn statt eines Vollausbaues der Straße (Erneuerung der Trag- und Deckschicht, der Rinnsteine sowie evtl. der Bürgersteige) lediglich die Deckschicht erneuert wird. Die Fraktion der FWG hat deswegen im August 2021 beantragt, die Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung (evtl. unter Mithilfe eines Ingenieurbüros) mit einer Überprüfung zu beauftragen, bei welchen Gemeindestraßen aufgrund des derzeitigen Zustandes eine reine Deckenerneuerung ausreicht. Anschließend könnte dann eine Prioritätenliste erstellt werden, in welcher Reihenfolge eine für unsere Bürgerinnen und Bürger beitragsfreie Straßensanierung erfolgen könnte. Unseren kompletten Antrag können Sie hier lesen!

Kinderhort

Die FWG setzte sich seit Jahren für den Bau eines Horts ein. In den Jahren 2016 und 2017 wurden hierfür Planungskosten im Haushalt vorgesehen. Im Jahr 2018 sollte dann – ohne Planung – gebaut werden, obwohl weder der Platz noch eine Planung für das Gebäude bekannt sind. Jetzt – Stand Dezember 2022 – stellte sich die Frage, ob ein Hort in Waldalgesheim in Zukunft tatsächlich notwendig ist, nachdem Bundestag und Bundesrat eine schrittweise Rechtspflicht zur Ganztagsbetreuung ab 2026 beschlossen haben.

Friedhof

Die Friedhofssatzung ist aufgrund eines Antrages der FWG geändert worden. Nunmehr sind auch Rasendoppelgräber möglich.
Die FWG plädiert seit Jahren für weitere Investitionen zur Umgestaltung des Friedhofs zu einer parkähnlichen Anlage. Hierzu gibt es einen Ratsbeschluss vom 16. April 2013, der noch nicht umgesetzt ist. Nur so kann vermieden werden, dass immer größere Lücken zwischen den Gräbern entstehen.

Ortsbild und Heimatmuseum

Die FWG macht sich stark für die Bewahrung der Dorfgeschichte und ein Heimatmuseum. Wir möchten das Dorfbild erhalten und die prägende Bausubstanz schützen. Deswegen muss die Planung der „Neuen Mitte Waldalgesheim“ mit Augenmaß und Behutsamkeit vorangebracht werden. Die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sind zu berücksichtigen.

Naturschutzgebiet und Wegenetz

Die FWG setzt sich ein für den Ausbau und die Pflege des Rad- und Wanderwegenetzes in und um Waldalgesheim. Wir sind für die konsequente Beachtung der Naturschutzinteressen.
Im Oktober 2020 wurde der von der FWG initiierte Rundweg zwischen dem neuen Pflegeheim und dem Naturschutzgelände zur Freude der Bewohner des Pflegeheimes und der Bürgerinnen und Bürger von Waldalgesheim angelegt.