Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Mitwirken in der Ortspolitik von Waldalgesheim-Genheim. Wir sind Bürgerinnen und Bürger aus Waldalgesheim, die aktiv unser Ortsgeschehen mitgestalten möchten. Das besondere an der FWG ist, dass diese parteilich nicht gebunden ist. Das heißt, dass wir keine Kräfte für politischen Zoff in Berlin und Machtkämpfe in Mainz verpulvern müssen. Wir sind ausschließlich in der Kommunalpolitik engagiert. Deswegen arbeiten wir sachbezogen und sind ausschließlich Ihnen, den Bügerinnen und Bürgern aus Waldalgesheim und Genheim, verpflichtet. 

Bürgerbeteiligung und Transparenz

Sehr wichtig ist für uns eine offene und transparente Verwaltung. Es geht nicht an, dass Pläne für die Zukunft Waldalgesheims hinter verschlossenen Türen geschmiedet werden und der Rat dann vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Leider hatte die Verwaltung schon mehrfach gegen diesen hehren Grundsatz verstoßen und Verträge ohne die notwendige Zustimmung des Gemeinderates abgeschlossen. Auch in der Ratssitzung im November 2019 ging es im Wesentlichen um die mangelnde Information des Gemeinderates. Schon ab Frühjahr 2019 plante die Verwaltung zwei neue Baugebiete, eins in Genheim hinter dem Banzweg und eins oberhalb des Baugebiets „Wald 1“. Selbst als im Oktober der Ortsbeirat von Genheim tagte, wurden die Mitglieder hierüber nicht informiert. Dementsprechend groß war die Empörung vieler Ratsmitglieder in der Gemeinderatssitzung. Thema in dieser Gemeinderatssitzung war ebenfalls, dass die Verwaltung in Waldalgesheim von sich aus ohne Ratsbeschluss und ohne Information der Ratsmitglieder die „Mietpreisbremse“ für gemeindeeigenen Wohnungen eingeführt hat. Für die FWG völlig unverständlich ist, wieso der Ortsbürgermeister in derselben Ratssitzung einen Antrag stellte, die Mietpreisbremse wieder rückabzuwickeln. Sämtliche Ratsmitglieder aller Parteien haben diesen Antrag abgelehnt. Die FWG steht voll und ganz hinter der Einführung einer „Mietpreisbremse“ in den gemeindeeigenen Wohnungen von Waldalgesheim.

Um die Bürger von Waldalgesheim mehr in die Kommunalpolitik einzubinden, hat der Gemeinderat am 20. November 2018 den Antrag der FWG Fraktion betreffend der „Gründung einer Dorfwerkstatt“ einstimmig angenommen. Die weitere Planung soll im Dorfentwicklungsausschuss besprochen werden.  

Wie Sie sich sicherlich erinnern können, haben wir im Sommer 2017 eine Bürgerbefragung durchgeführt, wie sich die Bürgerinnen und Bürger die Gestaltung der „Neuen Mitte Waldalgesheim“ vorstellen. Über 110 Rückmeldungen kamen zurück. 47 % der Befragten wünschen sich dort, wo jetzt die Anwesen Wemareck/Schütz stehen, einen Park, 29 bzw. 28 % einen Parkplatz oder Wohn-und Geschäftshäuser. 44 % sind dafür, dass das alte Rathaus erhalten bleibt, 50 % sind für einen Abriss. Wird das alte Rathaus abgerissen, so wünschen sich 42 % dort eine Grünfläche mit Bänken etc., 29 % einen Parkplatz. Bleibt das alte Rathaus stehen, so möchten 43 % hier ein Heimatmuseum haben, 36 % einen Jugendtreff, 35 % eine Tagungsmöglichkeit für Vereine und 30 % eine Begegnungsstätte. Bei den vielen persönlichen Anmerkungen kam öfters der Wunsch, wieder eine Eisdiele in der „Neuen Mitte Waldalgesheim“ zu haben, hoch. Die unbefriedigende Parkplatzsituation wurde angesprochen, aber auch der Wunsch nach mehr Grün in der Ortsmitte mit Brunnen, Bänken, Spielmöglichkeiten wurde mehrfach genannt.

Leider gibt es bezüglich der Neugestaltung der “Neuen Mitte Waldalgesheim” nicht viel Neues zu berichten. Dies ist auch für das Erscheinungsbild des Ortes sehr bedauerlich.

Am 12. Oktober 2019 lud die FWG Waldalgesheim/Genheim zu einem kleinen Rundgang unter dem Thema „Wir hören zu“ ein.

Der Rundgang ging am neuen Pflegeheim vorbei zum sich im Bau befindlichen Rundweg im Naturschutzgebiet zwischen der ehemaligen Neugasse zum Nachtigallenweiher, in die Stichterstraße, ins Baugebiet Römerstraße und zum Friedhof.

Wir werden mit unserem Angebot „Wir hören zu“ in 2020 wieder auf Sie zukommen.

Haushalt 2020

In der Gemeinderatssitzung am 17. Dezember 2019 wurde der Haushalt für das Jahr 2020 verabschiedet. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat die Fraktion der FWG diesmal dem Haushalt zugestimmt, obwohl unserer zwei in der Gemeinderatssitzung gestellten Anträge abgelehnt worden. Wir beantragten, die geplante Neuverschuldung in Höhe von 1.760.812 € zu reduzieren. Dies deswegen, weil wir noch Gelder bei der VG liegen haben in Höhe von 474.744 €. Diese sollten zuerst angefasst werden. Diese Rechtsauffassung bestätigt die Kreisverwaltung Mainz Bingen mit Schreiben vom 16. Januar 2020. Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass Investitionskredite nur dann aufgenommen werden, wenn eine andere Finanzierung nicht möglich oder wirtschaftlich unzweckmäßig wäre. Da bei der Verbandsgemeinde noch liquide Mittel verfügbar waren, ist der Kreditbedarf entsprechend zu vermindern.

Des Weiteren ist die FWG Fraktion nach wie vor dagegen, den Hahnebach zu renaturieren. Der kleine Bach, der übers Jahr gesehen so gut wie kein Wasser führt, hat sich im Laufe der Jahre zu einem eigenen Ökobereich entwickelt. Warum und weshalb dieses Bachbett nunmehr geändert werden soll, hierüber liegen uns keinerlei Unterlagen vor. Wir konnten deswegen auf keinem Fall unsere Zustimmung dazu erteilen, dass dafür auch noch Kosten in Höhe von 150.000 € ausgegeben werden.

Die anderen Parteien haben unsere Anträge abgelehnt.

Wir hatten weiterhin moniert, dass im Jahre 2019 zwanzig der für 2019 geplanten Maßnahmen einfach nicht umgesetzt worden sind. So wurden beispielsweise für die Unterhaltung der Gemeindestraßen 100.000 € eingestellt, es wurden aber nur 32.000 € ausgegeben. Leidtragende sind die Bürgerinnen und Bürger von Waldalgesheim.

Ausdrücklich begrüßen möchte die FWG Fraktion die gute Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde, hier insbesondere mit Herrn Kollege Collerius. Die parteiübergreifende Sitzung im Vorfeld war für die Planung des Haushaltes 2020 sehr hilfreich.

Die ganze Haushaltsrede können Sie hier nachlesen.

Förderung des gelebten Miteinanders für Jung und Alt

Bewegungsraum

In der Nähe des Sportplatzes werden Duschen und Umkleideräume und ein Bewegungsraum gebaut. Ursprünglich ging der Rat von einem Kostenfaktor von 600.000 € aus. Nunmehr sind die Gesamtkosten nach der jetzigen Planung auf fast 1 Million € gestiegen. Die Einweihung erfolgte am 28.01.2020.

Es gibt keinen Plan, was mit den bestehenden Sanitäreinrichtungen geschehen soll.

Die FWG betrachtet den Neubau als zu teures Stückwerk. Wir vermissen ein Gesamtkonzept, das den geplanten Neubau, aber auch die Zukunft der vorhandenen alten Räumlichkeiten berücksichtigt. Wir fürchten, dass Umkleidekabinen und Bewegungsraum am Bedarf vorbei realisiert wurden.

Sozialer Wohnungsbau

Erstmals wurden für den sozialen Wohnungsbau 2016 Planungskosten in den Haushalt eingestellt, diese wurden verschoben in den Haushalt 2017. Im September 2018 beschloss der Gemeinderat, das alte evangelische Rathaus in der Neustraße umzubauen und im Hof des Anwesens in Richtung Keltenhalle einen Neubau „Gartenhaus“ zu errichten. Auch wenn die FWG grundsätzlich die Schaffung bezahlbaren Wohnraums begrüßt, haben wir doch erhebliche ästhetische Bedenken ob des Neubaus und der Parkplatzsituation vor Ort.

Straßenausbaubeiträge

Zurzeit ist es so, dass für Baumaßnahmen, durch welche die Straßen verbessert, erweitert, erneuert oder umgebaut werden, die Gemeinden Ausbaubeiträge bei den Anliegern erheben. Dies empfinden viele Bürger als wirtschaftlich nicht tragbar und ungerecht. In der Gemeinderatssitzung vom 19. Februar 2019 hat der Gemeinderat deswegen auf Antrag der FWG beschlossen, die Landesregierung aufzufordern, die notwendigen gesetzlichen Regelungen zu erlassen, damit die Bürger von der Erhebung von Straßenausbaubeiträge befreit werden. Unseren kompletten Antrag können Sie hier lesen! Die FWG Waldalgesheim war in der Verbandsgemeinde Rhein Nahe die 1. politische Organisation, die sich dieses Themas angenommen hat. Manch eine andere Partei hat unseren Antrag nunmehr abgekupfert.

Kinderhort

Die FWG setzt sich seit Jahren für den Bau eines Horts ein. Wussten Sie, dass bereits seit 2016 geplant ist, einen Hort zu bauen? In den Jahren 2016 und 2017 wurden hierfür Planungskosten im Haushalt vorgesehen. Im Jahr 2018 sollte dann – ohne Planung – gebaut werden, obwohl weder der Platz noch eine Planung für das Gebäude bekannt sind. Jetzt – Stand März 2020 – gibt es leider nichts Neues über den Bau eines Hortes zu berichten.

Friedhof

Die Friedhofssatzung ist aufgrund eines Antrages der FWG geändert worden. Nunmehr sind auch Rasendoppelgräber möglich.

Die FWG plädiert seit Jahren für weitere Investitionen zur Umgestaltung des Friedhofs zu einer parkähnlichen Anlage. Hierzu gibt es einen Ratsbeschluss vom 16. April 2013, der noch nicht umgesetzt ist

Ortsbild und Heimatmuseum

Die FWG macht sich stark für die Bewahrung der Dorfgeschichte und ein Heimatmuseum. Wir möchten das Dorfbild erhalten und die prägende Bausubstanz schützen. Deswegen muss die Planung der „Neuen Mitte Waldalgesheim“ mit Augenmaß und Behutsamkeit vorangebracht werden. Die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sind zu berücksichtigen.

Naturschutzgebiet und Wegenetz

Die FWG setzt sich ein für den Ausbau und die Pflege des Rad- und Wanderwegenetzes in und um Waldalgesheim. Wir sind für die konsequente Beachtung der Naturschutzinteressen.


Am 14. August 2019 fand ein Treffen zwischen Vertretern der FWG, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Ortsbürgermeister statt. Die FWG möchte gerne zwischen dem neuen Pflegeheim und dem Naturschutzgelände einen Rundweg gestalten, der auch mit Rollator und Rollstuhl zu bewältigen ist. Herr Freise–Harenberg von der Unteren Naturschutzbehörde freundete sich mit dieser Idee, die er faszinierend fand, schnell an. Der bisherige Weg kann an einigen Stellen geebnet werden, am Ufer des Nachtigallenweihers soll eine Fläche begradigt und Bänke aufgestellt werden. Michaela Sievers-Römhild, die Initiatorin des Treffens, freute sich zusammen mit Helmut Schmitt, Manfred Grings und Manfred Wenzel riesig. Im Gemeinderat wurde unsere Idee als nicht durchführbar belächelt, aber jetzt kann der Weg ohne großen Aufwand kommen. Eine Bereicherung nicht nur für die Bewohner des Pflegeheimes, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger von Waldalgesheim. Die Instandsetzung des Weges ist Anfang Oktober 2019 in Angriff genommen worden. Bleibt zu hoffen, dass die Fertigstellung nicht lange auf sich warten lässt. 
Die ursprüngliche Planung, dass bereits im Herbst 2019 hätte eingesät werden können, hatte sich leider nicht bewahrheitet. Die FWG hofft sehr, dass nun, nachdem die ersten Bewohner im Pflegeheim eingezogen sind, der Rundweg zum Frühjahr hin instandgesetzt wird.